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Wissenswertes

Hier haben wir einige Begriffe aus der Energiewirtschaft für Sie zusammengetragen und erklärt.

Klicken Sie einfach auf einen Begriff und Sie erfahren Näheres!

Ablesung

Ablesung ist das Feststellen des Zählerstandes durch bewusstes Schauen auf die numerische Anzeige des Stromzählers. Bei der jährlichen Zählerablesung wird der Zählerstand  abgelesen und dann in die EDV-Systeme eingelesen. Bei Kunden ohne Zählerfernauslesung ist die physische Anwesenheit eines Ablesers erforderlich.

Die Stände der Zähler mit Zählerfernauslesung werden täglich über das Telefonnetz mittels Fernablesung eingelesen.

Abschlagszahlung

Die Abschlagszahlung ist eine monatliche Teilzahlung unter Vorbehalt der endgültigen jährlichen Abrechnung. Der Verbrauch wird jährlich prognostiziert oder bei Abschluss eines Neuvertrags geschätzt. Auf Basis der Verbrauchsprognose wird der zu zahlende Jahreszahlbetrag ermittelt und über 12 Monate verteilt. Mit der Jahresabrechnung werden dann Guthaben oder Fehlbeträge des jeweiligen Kunden verrechnet.

Anreizregulierung

Die Anreizregulierung dient der Regelung monopolistischer Märkte.  Sie soll für sinkende Preise im Energiesektor sorgen. Um dies zu erreichen wird eine Erlösobergrenze als Berechnungsbasis festgelegt.  Auf Grundlage der Erlösobergrenze werden Netzentgelte kostenorientiert kalkuliert und mit einem Effizienzfaktor gewichtet. Die Anreizregulierungsverordnung bildet die rechtliche Grundlage der Anreizregulierung.

Anschlussleistung

Die Anschlussleistung ist die maximal übertragbare Leistung am Anschluss. Sie bestimmt die Leistung die einem elektrischen Verbraucher zuzuführen ist. Sie ist nicht gleichzusetzen mit der Leistung die der Verbraucher in Form mechanischer, thermischer oder anderer Energie weitergibt. Anschlussleistung ergibt sich aus den Effektivwerten von Stromstärke und Spannung. Sie wird aus der umgesetzten Wirkleistung und der Blindleistung zusammengesetzt.

Anschlussnehmer

Der Anschlussnehmer ist Eigentümer des Anschlusses und identisch mit dem Eigentümer der angeschlossenen Anlage. Ein Anschlussnehmer ist nicht zwingend auch Anschlussnutzer. So ist z.B. bei vermieteten Wohnungen der Hauseigentümer Anschlussnehmer und der Mieter der Anschlussnutzer.

Anschlussnutzer

Der Anschlussnutzer nutzt den Anschluss. Er muss nicht gleichzeitig Anschlussnehmer sein. In Mehrfamilienhäusern ist der Hauseigentümer der Anschlussnehmer und die einzelnen Mieter sind die Anschlussnutzer.

Arbeit

Arbeit ist eine physikalische Größe. In der Energiewirtschaft wird Arbeit mit der in einem Zeitraum bezogenen Energie gleichgesetzt. Als Einheit wird die Kilowattstunde (kWh) und bei Großkunden die Megawattstunde (MWh) verwendet. 

Arbeitspreis

Der Arbeitspreis wird für die Lieferung von Energie berechnet. Hierbei wird die tatsächlich gelieferte bzw. abgenommene Energiemenge zu Grunde gelegt. Er wird in Ct/kWh oder €/MWh angegeben. Bei der Abrechnung der Netzentgelte wird der Arbeitspreis für die bezogenen Mengen zu Grunde gelegt. Er beinhaltet - soweit vorhanden - auch die Entgelte für Arbeitspreise vorgelagerter Netzebenen.

Ausgleichsenergie

Ausgleichsenergie ist die Menge an Energie um die der Verbrauch der Energie von der bilanzierten Menge abweicht. Verbraucher und Erzeuger bilden einen Bilanzkreis. Der Verbrauch eines Bilanzkreises wird im Voraus prognostiziert. Verbrauch und Erzeugung müssen sich decken. Schwankungen die z.B. durch Einspeisung von Solar- und Windenergie entstehen können werden durch Lieferung von Energie mit positivem oder negativem Vorzeichen ausgeglichen. Diese Energie gleicht die Bilanz aus und wird Ausgleichsenergie genannt.

Baukostenzuschuss

Baukostenzuschuss ist ein finanzieller Zuschuss der für die Erschließung von Grundstücken verlangt wird. Als gesetzliche Grundlage für die Erhebung dient die Niederspannungsanschlussverordnung.

Bilanzierung

Die Bilanzierung dient der Ermittlung des Saldos aus Ein- und Ausspeisungen eines Bilanzierungsgebietes. Die ermittelten Mengen werden von den Verteilnetzbetreibern (VNB) an die Übertragungsnetzbetreiber  (ÜNB) übermittelt. Der  ÜNB ermittelt aus den gemeldeten Mengen den Saldo und rechnet diesen entsprechend ab.

Bilanzkreis

In einem Bilanzkreis werden die Ein- und Ausspeisungen in einem virtuell abgegrenzten Gebiet saldiert. In einem Netzgebiet können die Liefer- und Bezugsstellen mehrerer Lieferanten als sogenannte Subbilanzkreise zu einem Bilanzkreis zusammengefasst sein. Die Saldierung der Energiemengen innerhalb eines Bilanzkreises dient der Bildung von Fahrplänen und Prognosen die dem zuständigen Netzbetreiber gemeldet werden. Auf Grundlage dieser Prognosen und Fahrpläne kann der Netzbetreiber für die notwendige Ausgleichsenergie und deren Abrechnung gegenüber dem Bilanzkreisverantwortlichen(BKV) sorgen.

Blindleistung

Blindleistung (gelb)ist der Leistungsanteil, der auf Grund einer Phasenverschiebung im Wechselstrom nicht als Wirkleistung (grün) zur Verfügung steht. Sie tritt bei zeitlicher Ungleichheit vom Strom (rot) zur Spannung(blau) auf.

Blindleistungskompensation

Die Blindleistungskompensation dient der Reduzierung von Blindleistung. Sie wird eingesetzt um das Netz zu entlasten. Damit Blindleistung kompensiert werden kann werden Kondensatoren oder andere kapazitive Verbraucher an den Einspeisepunkten von Anlagen installiert. Sie verursachen eine Verschiebung des Stroms, sodass der Blindleistungsanteil (gelbe Fläche obere Grafik) geringer wird.

Blockheizkraftwerk (BHKW)

In einem Blockheizkraftwerk wird Primär-Energie in Wärme umgewandelt. Die Energie wird zum Teil selbst genutzt und überschüssige Energie ins jeweilige Netz eingespeist. Als Kraftstoff kommt Öl, Diesel oder Gas zum Einsatz. BHKW werden meist in unmittelbarer Nähe der Wärmeabnehmer betrieben. Durch Nutzung der Kraft-Wärme-Kopplung wird ein sehr hoher Wirkungsgrad erreicht.

Bundesnetzagentur

Die Bundesnetzagentur mit Sitz in Bonn ist eine Bundesbehörde. Sie wurde zum Schutz der Verbraucherrechte und zur Gewährleistung von Wettbewerb und diskriminierungsfreiem Netzzugang eingerichtet. Weitere Aufgaben dieser obersten Bundesbehörde sind Schlichtungsverfahren und Zertifizierungen nach dem Signaturgesetz.

Dezentrale Erzeugung

Im Gegensatz zu Großkraftwerken wird bei der dezentralen Erzeugung der Strom in vielen kleinen Anlagen erzeugt. Dies ist z.B. bei BHKW´s, Solaranlagen und Windkraftanlagen der Fall. Energie wird näher am Verbraucher und in schwankender Menge erzeugt was für eine zunehmende Komplexität hinsichtlich der Steuerbarkeit des Netzes führt. Um Nachfrage und Erzeugung optimal aufeinander abstimmen zu können spielen zuverlässige Prognosen der zu erwartenden Einspeisemenge eine wichtige Rolle.

Direktvermarktung

Als Direktvermarktung wird der Verkauf von Energie an der Strombörse bezeichnet, die nach Maßgabe des EEG erzeugt wurde. Dabei steht dem Produzenten die Einspeisevergütung nicht mehr zu jedoch wird die Differenz zwischen Börsenpreis und Einspeisevergütung durch eine  Marktprämie ausgeglichen. Insbesondere für steuerbare Anlagen ist das Modell der Direktvermarktung von Vorteil. Produzenten können Ihren Strom dann zum Zeitpunkt hoher Nachfrage zu höheren Preisen vermarkten. Hinzu kommt, dass für den administrativen Mehraufwand eine Managementprämie gezahlt wird.

Eigenerzeugungsanlage

Eine Eigenerzeugungsanlage erzeugt Strom für den Eigenbedarf. Überschüssig erzeugte Energie kann ins Netz eingespeist werden. Beispiele für derartige Anlagen sind Solar- und KWK-Anlagen.

Eigenstromprivileg

Als Eigenstromprivileg wird die Befreiung von der Zahlung der EEG-Umlage für selbst erzeugten und verbrauchten Strom bezeichnet. Hausbesitzer und Unternehmen die ihren Strom selbst erzeugen oder durch eine Photovoltaikanlage gewinnen profitieren von dieser Regelung. 

Einspeisemanagement

Einspeisemanagement bezeichnet die Leistungsreduzierung von Erzeugungsanlagen im Bedarfsfall. Hierdurch sollen Ungleichgewichte im Netz reduziert werden. Im Leitfaden zum Einspeisemanagement, welchen die Bundesnetzagentur herausgegeben hat, sind die Grundlagen zur Umsetzung geregelt.

Einspeisevergütung

Die Einspeisevergütung  ist eine staatliche Förderleistung für Strom der aus erneuerbaren Energien erzeugt wurde und in das Stromnetz eingespeist wird. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bildet hierfür die gesetzliche Grundlage. Sie wird für die Dauer von 20 Jahren gezahlt. Es sollen Investitionsanreize gesetzt werden um den Ausbau von Windkraft-, Solar, Wasserkraft-, Geothermie- und Biomasseanlagen voranzutreiben.

Energieversorgungsunternehmen (EVU)

Energieversorgungsunternehmen sind in der Energieversorgung tätig. Sie versorgen Kunden mit leitungsgebundener Energie wie Strom, Gas und Fernwärme.

Energiewende

Die Energiewende beschreibt einen Umstellungsprozess. Ziel ist die Ersetzung von vorrangig fossilen oder atomaren Brennstoffen durch nachhaltige erneuerbare bzw. umweltfreundliche Energieträger zu ersetzen. Da erneuerbare Energien in vielfältiger Weise dezentral Erzeugt werden bedingt die Energiewende den Um- und Ausbau der Netze.

Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)

Im Energiewirtschaftsgesetz sind grundlegende Regelungen zu leitungsgebundenen Netzen zusammengefasst. Gemäß §1 des EnWG  wird durch das Gesetz eine "möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umweltverträgliche Versorgung der Allgemeinheit" mit Strom und Gas angestrebt.

Engpass

Engpässe sind Zeiten zu hoher Netzlast – d.h. es wird mehr Energie vom Kunden angefordert als vom Versorger erzeugt werden kann. Solche Engpässe treten nur sehr selten und kurzzeitig auf. Auch auf Grund dauerhaft hoher Einspeiseleistungen können Engpässe entstehen. Hier muss der Netzbetreiber eingreifen. 

Entflechtung

Entflechtung beschreibt in der Energiewirtschaft die Tatsache, dass Geschäftsbereiche getrennt voneinander stattfinden müssen. Gesetzliche Grundlage bildet das EnWG. Entflechtung wird auch als Unbundling bezeichnet. Im Speziellen ist die Trennung des monopolartigen Netz- und Speichergeschäftes von Geschäften des Vertrieb, Handel und der Erzeugung/ Gewinnung gemeint. Ziel der Entflechtung ist die Vermeidung von Wettbewerbsverzerrung.

Erneuerbare Energien

Erneuerbare Energien entstehen durch die Energie der Sonne in Form von Wind, Niederschlag, Sonnenstrahlen, oder Pflanzen. Sie gelten als klimaneutral weil bei der Umwandlung in elektrische Energie nicht mehr CO² in die Luft abgegeben wird. Im Rahmen der Energiewende wird die Gewinnung erneuerbarer Energien nach dem EEG gefördert.

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) regelt die Förderung erneuerbarer Energien. Insbesondere den Anschluss, die Einspeisung sowie die Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien und Grubengas.

Ersatzversorgung

Ersatzversorgung beschreibt die Belieferung von Industrie- und Geschäftskunden mit über 100.000 kWh Energieverbrauch ohne Liefervertrag. Hierbei liefern die Stadtwerke Heiligenstadt als Grundversorger den Strom. Es wird für maximal 3 Monate Energie zum Ersatzversorgungstarif geliefert.

Fahrplan

Ein Fahrplan bildet die tägliche Prognose der Verbräuche je Bilanzkreis ab. Er wird vom Bilanzkreisverantwortlichen aus allen Prognosen (Ein- und Ausspeisungen) zusammengefasst. Er enthält bei Strom 1/4h-Werte. Fahrpläne werden zwischen Bilanzkreisen ausgetauscht.

Flexibilitätsprämie

Die Flexibilitätsprämie wird an Betreiber von Biogas-Anlagen gezahlt. Sie müssen an der Direktvermarktung teilnehmen. Mit der Prämie wird die Bereitstellung zusätzlicher regelbarer installierter Leistung bedarfsorientierte Stromerzeugung gefördert.

Frequenzregelung

Im Stromnetz finden ständig Einspeisungen und Entnahmen statt. Hierdurch kommt es zu Schwankungen der Frequenz. Im Normalfall sollte die Frequenz 50 Hz betragen. Durch Frequenzregelung soll dieser Zustand erreicht werden. Mit Hilfe von Regelenergie wird den Schwankungen entgegengewirkt.

Generator

Generatoren wandeln mechanische Energie in elektrische Energie um.

Geschlossene Verteilnetze

Geschlossene Verteilnetze sind lokale Netze die nicht mit den öffentlichen Netzen verbunden sind. Sie versorgen einen abgrenzbaren Bereich mit Energie z.B. Industrieflächen oder Flughäfen.

Gleichrichter

Gleichrichter wandeln Wechselstrom in Gleichstrom um. Im Haushalt sind Gleichrichter z.B. in den Netzteilen von Handys und Laptops vorhanden. Im Stromnetz werden sie als Bauteil von Hochspannungs-Gleichstromübertragungs-Leitungen eingesetzt.

Gleichstrom

Reiner Gleichstrom ist ein elektrischer Strom, dessen Richtung und Stärke sich nicht ändert. Es werden auch Mischströme mit überwiegendem Gleichanteil als Gleichstrom bezeichnet.

Grundlast

Als Grundlast wird die Last im Stromnetz bezeichnet, die während eines Tages nicht unterschritten wird.

Grundpreis

Der Grundpreis ist der verbrauchsunabhängige Preisbestandteil bei Haushalts- und Gewerbekunden.

Grundversorgung

Als Grundversorgung wird die pflichtgemäße Belieferung von Haushalts- und Gewerbekunden mit einem Verbrauch bis zu 100.000 kWh ohne eigenen Liefervertrag durch den Grundversorger bezeichnet. Die Pflicht zur Versorgung ist im EnWG geregelt.

Hausanschluss

Als Hausanschluss wird die Verbindungsstelle zwischen den Leitungen des Versorgungsnetzes und denen des Haushalts- oder Kleingewerbenetzes bezeichnet.

Hochspannungs-Gleichstromübertragung (HGÜ)

Hochspannungs-Gleichstromübertragung ist ein Verfahren, um Strom über große Entfernungen möglichst verlustarm zu transportieren. Hierzu muss der Wechselstrom zunächst in Gleichstrom gewandelt werden. Hochspannungs-Gleichstromübertragung wird vor allem in großen Unterseekabeln angewendet z.B. um den Strom von Offshore-Windparks zum Festland zu leiten.

Hochspannungsleitung

Hochspannungsleitungen bilden die Stromnetze deren Spannung 110 kV beträgt. Die Leitungen werden als regionale Verbindungsleitungen eingesetzt. Es sind überwiegend Freileitungen.

Höchstspannungsleitung

Höchstspannungsleitungen bilden die Stromnetze deren Spannung 220 kV bzw. 380 kV beträgt. Zumeist dienen Sie dem Transport über große Entfernungen. Es sind auch Großkraftwerke und Großverbraucher an diese Leitungen angeschlossen.

Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme ist die erstmalige Verwendung eines Anschlusses. Mit Inbetriebnahme beginnen alle Verpflichtungen des Anlagenbetreibers hinsichtlich der Netznutzung.

Inbetriebsetzung

Die Inbetriebsetzung bezeichnet alle Arbeiten die in Vorbereitung auf die unmittelbar folgende Inbetriebnahme unternommen werden. Das heißt, die letzten Arbeitsschritte zur Herstellung der Funktionstüchtigkeit eines Netzanschlusses, wie Prüfungen und das Setzen des Zählers.

Inselanlagen

Inselanlagen sind nicht mit dem öffentlichen Netz verbunden. Sie können zumeist autark betrieben werden. Es gibt mobile und festsehende Inselanlagen.  Eingesetzt werden sie z.B. bei Großveranstaltungen, in Gebieten ohne öffentliches Netz oder in Sicherheitsbereichen.

Jahresbenutzungsstunden

In Jahresbenutzungsstunden (h/a) wird die Gleichmäßigkeit des Stromverbrauchs gemessen. Der Quotient der Jahreswirkarbeit geteilt durch die höchste Leistung  im Abrechnungsjahr ergibt die Jahresbenutzungsstunden. Die Kosten für die Netznutzung sind günstiger, je gleichmäßiger die Energie an einer Entnahmestelle abgenommen wird. Dieser Kostenvorteil ergibt sich da, der Aufwand der Bereitstellung der Energie bei schwach schwankenden Lastverläufen geringer als bei schwankenden ist.

Jahreshöchstleistung

Die Jahreshöchstleistung ist die Maximal-Last im Betrachtungszeitraum eines Jahres. Sie dient bei hohen Abnahmen als Berechnungsgrundlage für den Leistungspreis. 

Konzessionsabgabe

Konzessionsabgabe zahlt der Netzbetreiber für das Nutzungsrecht öffentlicher Wege. Viele Leitungen  verlaufen unter Gehwegen und Straßen. Die Höhe der Konzessionsabgabe hängt von der Größe der Gemeinde ab. Die Beträge werden nach Vorgabe der Konzessionsabgabenverordnung (KAV) erhoben.

Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG)

Das Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG) regelt den Anschluss von KWK-Anlagen.

Lastprofil

Ein Lastprofil ist bildet entnommene Leistung in deren zeitlichen Verlauf ab. Lastprofile werden zur Prognose herangezogen. Für Kundengruppen gleichen Typs werden Standardlastprofile gebildet.

Leistung

Die Leistung eine physikalische Größe. Leistung = Energie pro Zeit.

Leistungspreis

Der Leistungspreis wird für Beanspruchung der Netze erhoben. Er wird von Industrie- und Geschäftskunden gezahlt. Ähnlich dem Grundpreis bei Haushalts- und Gewerbekunden wird hiermit die Dienstleistung der Bereitstellung des Netzanschlusses abgedeckt.

Leistungsschalter

Leistungsschalter sind Schalter, die für das Schalten bei hohen Stromstärken eingesetzt werden.

Managementprämie

Die Managementprämie wir für administrative Mehraufwendungen bei Direktvermarktung von Strom aus Erneuerbaren Energie abhängig vom Energieträger  gezahlt. Gesetzliche Grundlage ist das EEG.

Messdienstleister

Messdienstleister sind für die Ablesung der Zähler im Stromnetz zuständig. Die Werte werden im Rahmen der Messdienstleistung an den Netzbetreiber und den Lieferanten gesendet.

Messstellenbetreiber

Der Messstellenbetreiber betreibt  Messeinrichtungen wie z.B. Stromzähler. Er ist für den ordnungsgemäßen Betrieb und die Eichung der Messgeräte verantwortlich. Kunden können ihren Messstellenbetreiber frei wählen. Machen Sie von diesem Recht keinen Gebrauch, übernimmt der Netzbetreiber diese Rolle. 

Messwandler

Messwandler werden benötigt, um hohe Ströme und Spannungen messbar zu machen. Sie reduzieren das zu messende Medium auf eine messbare Größe. Durch Multiplikation des Zählwerts mit dem Wandlerfaktor erhält man den Messwert.

Mittelspannungsleitung

Mittelspannungsleitungen sind für Spannung von 1 kV bis zu 100 kV konzipiert. Meist werden sie als Erdkabel verlegt, in ländlichen Gebieten sind Sie auch an Holzmasten zu finden.

Netzanschluss

Der Netzanschluss ist die Einrichtung die den Punkt der die Verbindungsstelle zwischen lokalem und öffentlichem Stromnetz beherbergt.

Netzanschlusspunkt

Der Netzanschluss bezeichnet den Übergabepunkt vom öffentlichen Netz an den Netzanschlussnehmer. 

Netzbetreiber

Ein Netzbetreiber hat die Aufgabe sich um Ausbau,  Instandhaltung und Betrieb eines Netzes zu kümmern. Er stellt das Netz anderen Marktpartnern zur Nutzung gegen Entgelt zur Verfügung. In Stromnetzen ist der Vertrieb eine vom Netzbetrieb zu trennende Marktrolle, so dass der definierte Netzbetreiber hier die Produkte nicht vertreiben darf. Zudem wird zwischen Übertragungs- und Verteilnetzbetreibern unterschieden.

Netzentgelt

Das Netzentgelt deckt die Kosten für Netzbetrieb und Bereitstellung  ab und setzt sich wie folgt zusammen:

  • Entgelt für Netzinfrastruktur
  • Entgelt für Systemdienstleistungen
  • Entgelt für Übertragungsverluste im Netz

Für folgende Leistungen werden zusätzliche Entgelte erhoben:

  • Entgelt für Messvorgang und Messstellenbetrieb
  • Entgelt für Durchführung der Abrechnung
  • Entgelt für Ersatzversorgung
  • Entgelt für Sonderformen der Netznutzung nach § 19 StromNEV
  • Entgelt für Zusatzstromlieferung, ungewollte Mehreinspeisung nach §12 StromNZV

Folgende Abgaben und Steuern werden erhoben:

  • Konzessionsabgabe
  • Umsatzsteuer
  • KWK-Umlage nach §9 KWKG
  • Umlage nach § 19 Abs. 2 StromNEV
  • Offshore-Haftungsumlage nach § 17f EnWG-Novelle
  • AbschaltVO-Umlage nach § 18 Abs. 1 AbschaltVO

Netzsicherheit

Die dauerhafte Gewährleistung der Versorgung mit Strom wird als Netzsicherheit bezeichnet.

Niederspannungsleitung

Niederspannungsleitungen weisen eine Spannung von 400 V auf.

Notstromaggregat

Notstromaggregate sind Generatoren oder Batterien, welche zur Überbrückung von kurzzeitigem Spannungsabfall oder zur Versorgung lokalen Energiebedarfs eingesetzt werden. Batterien dienen meist zur Überbrückung kurzzeitiger Unterbrechungen. Generatoren in Notstromaggregaten können auch über längere Zeit eine Stromversorgung für einen lokalen Bereich aufrechterhalten. 

Ohm

Ohm ist die Einheit für den elektrischen Widerstand. Das Einheitenzeichen ist das Omega Ω.

Photovoltaik

Photovoltaik bezeichnet die Umwandlung von Solarenergie in elektrischen Strom. Hierzu kommen Solarzellen zum Einsatz. Es entsteht ein Gleichstrom der vor der Einspeisung ins Stromnetz mittels eines Wechselrichters in Wechselstrom gewandelt werden muss.

Regelenergie

Regelenergie wird zur Frequenzsteuerung des Stromnetzes zugeführt. Die Frequenz im Netz sollte möglichst konstant sein. Es wird zwischen Primär- und Sekundärregelenergie unterschieden. Primärregelenergie wird innerhalb von Sekunden automatisch zugeschaltet, Sekundärregelenergie nach Anforderung innerhalb von 15 Minuten.  Die Zuschaltung wird vom Übertragungsnetzbetreiber durchgeführt. Es kann positive und negative Regelenergie eingespeist werden. Je nachdem ob Leistung im Netz fehlt oder überschüssige Leistung im Netz vorhanden ist, wird Regelenergie mit positivem oder negativem Vorzeichen zugeführt. 

Regelzone

Eine Regelzone ist der Zuständigkeitsbereich eines Übertragungsnetzbetreibers im Stromnetz. In Deutschland gibt es 4 Regelzonen die von den Übertragungsnetzbetreibern  50 Hertz GmbH, Amprion GmbH, TenneT TSO GmbH und die TransnetBW GmbH betreut werden. Die 4 Betreiber bilden einen von Amprion geführten Netzregelverbund. Hauptaufgabe des Verbundes ist es das Gleichgewicht von Ein- und Ausspeisungen der Stromnetze in und zwischen den Regelzonen beizubehalten. 

Solarthermie

Solarthermie bezeichnet die Nutzung von Sonnenenergie zur Erwärmung von Wasser. Hierzu werden zumeist auf Dächern mit günstiger Positionierung zur Sonne Module montiert in denen das Wasser erwärmt wird. Hieraus ergibt sich für Haushalte ein Einsparpotenzial, da für die Erwärmung keine zusätzlichen Kosten entstehen. Industriell wird Solarthermie in  Sonnenwärmekraftwerken genutzt. Das Wasser wird bis zum Verdampfen erhitzt. Der Heißdampf treibt eine Turbine an Generators Strom erzeugt wird. 

Spitzenlast

Als Spitzenlast wird der Zeitpunkt der maximalen Entnahme bezeichnet. Sie tritt normalerweise nur kurzzeitig auf. Damit in Zeiten höchsten Energiebedarfs entsprechend reagiert werden kann, werden Erzeugungsanlagen mit kurzen Reaktionszeiten zugeschaltet.

Standardlastprofil (SLP)

Standardlastprofile bilden das Lastverhalten einer bestimmten Kundengruppe ab. Da das Lastverhalten von Kunden glichen Typs sehr ähnlich ist werden für diese Kundengruppen Prognosen erstellt und auf ein Jahr im Voraus ausgerollt. Somit entfällt für diese Kundengruppen die tägliche Ablesung per Zählerfernauslesung woraus sich ein erheblicher Kostenvorteil für den Verbraucher ergibt. 

Stromgrundversorgungsverordnung (StromGVV)

Die StromGVV ist die gesetzliche Grundlage für die Stromlieferung an Haushalts- und Gewerbekunden. Sie regelt unter anderem, dass ohne separaten Vertragsabschluss der Grundversorger zur Energielieferung verpflichtet ist. Bei Industrie und Gewerbekunden ist die Lieferpflicht zeitlich begrenzt.

Transformator

Transformatoren wandeln Spannungen um, verbinden also zwei Stromkreise mit unterschiedlicher Spannung. Sie werden in Umspannwerken eingesetzt um bedarfsgerechte Spannungen auszugeben. Dies ist notwendig, da der Transport elektrischer Energie über weite Strecken unter Hoch- und Mittelspannung erfolgt. Haushaltskunden benötigen jedoch auf Niederspannung transformierte Spannung.

Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB)

Übertragungsnetzbetreiber sind verantwortlich für den Betrieb und Instandhaltung der Infrastruktur überregionaler Stromnetze. Sie betreiben eine Regelzone, in der sie diskriminierungsfrei Zugang zum Netz gewähren müssen. Sie beschaffen bei Bedarf Regelleistung, des Weiteren gehören Bilanzierung und Abrechnung von Bilanzkreisen sowie die Abrechnung der EEG- und KWK-Umlagen zu ihrem Aufgabengebiet. In Deutschland gibt es zur Zeit 4 ÜNB – Amprion, 50Hertz, Tennet und Transnet.

Verteilnetzbetreiber

Ein Verteilnetzbetreiber ist das Unternehmen, welches das Netz zur Verteilung von Strom betreibt. Er unterhält Stromnetze in Nieder- und Mittelspannungsbereich. Die Netze dienen der regionalen Stromversorgung. Teilweise werden auch Netze in höheren Spannungsebenen betrieben.

Wasserkraft

Wasserkraft ist die Wandlung kinetischer oder potentieller Energie des Wassers in mechanische Arbeit. Wasserkraft wird hauptsächlich mittels Turbinen an Staubecken oder durch Wasserräder an Flussläufen nutzbar gemacht. Aus Wasserkraft wird mittels Generatoren elektrischer Strom erzeugt. Ein Beispiel für eine Wasserkraftanlage in Heiligenstadt ist die Herrnmühle.

Watt

Watt ist die physikalische Einheit für die Leistung. Als Zeichen für die Einheit wird das große “W“ verwendet. Die Einheit wurde nach James Watt benannt.

Wechselrichter

Ein Wechselrichter wandelt Gleichstrom in Wechselstrom um. Sie finden Ihren Einsatz z.B. an Photovoltaikanlagen und Windkraftanlagen. Die Phasen der erzeugten Wechselspannung müssen synchron der im Netz geführten verlaufen. Gute Wechselrichter haben einen hohen Wirkungsgrad.

Wechselstrom

Wechselstrom ändert seine Polung in gleichmäßiger Abfolge. Die positiven und negativen Augenblickswerte ändern sich so, dass der Strom im zeitlichen Mittel Null ergibt. Wechselstrom bildet die Basis der Stromnetze. Erzeugung und Umspannung sind einfacher als bei Gleichstrom. In den Übertragungs- und Verteilnetzen wird dabei 3-Phasen-Wechselstrom verwendet. Dieser Wechselstrom wird auch in allen Industriebetrieben und bei Anlagen mit großer Leistung verwendet. An Steckdosen liegt dagegen 1-phasiger Wechselstrom an.

Windenergie / Windkraft

Windenergie ist durch Einsatz von Windenergieanlagen erzeugte Energie. Dabei wird durch Windräder  die kinetische Energie des Windes in elektrische Energie umgewandelt. Es wird nach dem Aufstellungsort unterschieden. So stehen Onshore-Anlagen an Land und Offshore-Anlagen im Meer.

Zählerfernauslesung

Die Zählerfernauslesung ist die Möglichkeit der Ablesung von Zählern über das Datenleitungsnetz. Es kann hierbei per Modem über die Telefonleitung oder online mittels Gateway abgelesen werden. Die ausgelesenen Werte werden nach der Auslesung in den EDV-Systemen weiter verarbeitet.

Zählpunkt

Der Zählpunkt beschreibt den Punkt an dem Energie bezogen wird. Zählpunkte werden eindeutig mittels Zählpunktbezeichnung bezeichnet. Der Zählpunkt ist nicht zwingend mit dem Stromzähler gleichzusetzen. Es können auch mehrere Messstellen zu einem virtuellen Zählpunkt zusammengefasst werden. Netzbetreiber verwalten die Lieferbeziehungen zwischen einzelnen Zählpunkten.

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